Berufsorientierung

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der Grund- und Oberschule „Salvador Allende“ Wriezen

Rund 30 Prozent der Auszubildenden in Deutschland schließen eine begonnene Ausbildung nicht ab. Das ergibt sich aus dem Ausbildungsreport 2025, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) jedes Jahr veröffentlicht. Die meisten Abbrüche sind in der Anfangsphase der Lehre zu verzeichnen. Gründe für einen Ausbildungsabbruch liegen häufig im Vorfeld der Berufsausbildung. Falsche Berufswahl, ungenügende schulische Leistungen und mangelnde Konfliktfähigkeit werden als Hauptursachen von beiden vertragslösenden Parteien eingeschätzt.


Mit gezielten schulischen Maßnahmen und besonders durch die Kooperation mit außerschulischen Partnern aus Wirtschaft und Öffentlichkeit wollen wir an unserer Schule die Schüler frühzeitig und kontinuierlich mit den Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt vertraut machen.


Nachdem bereits in der Grundschule, besonders im WAT-Unterricht, Informationen über verschiedene Berufsfelder thematisiert wurden, findet die Berufsorientierung ab Klasse 7 weiterhin im Unterricht, aber besonders außerhalb des Unterrichts in Form von vielen Modulen statt. 

 

Berufswahlpass

Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten in Klasse 7 ihren Berufswahlpass. Dieser dient der kontinuierlichen Vorbereitung der Schüler auf die Wahl eines zukunftsträchtigen Erstberufes.


Mit ihm wird in allen Klassen und Fächern unserer Schule gearbeitet. Im Berufswahlpass werden die Teilnahme an den durchlaufenen schulischen und außerschulischen Lernangeboten und Projekten dokumentiert und besondere Leistungen bescheinigt. Dabei handelt es sich um eine Darstellung des eigenen Profils, einer Selbstanalyse, besonders gelungenen Arbeiten ( Tests, Berichte, Dokumentationen, Produkte…), dem Infoblatt der Schule zur Berufsorientierung und erworbenen Bescheinigungen und Zertifikaten.


Der Berufswahlpass wird im Klassenraum aufbewahrt, so dass die Schüler jederzeit die Gelegenheit haben, die Mappe auf den aktuellen Stand zu halten.


Die eigenverantwortliche Planung der Schritte zur Berufsorientierung sowie die Arbeiten an der Realisierung und Dokumentation unterstützen den beruflichen Entscheidungsprozess und verbessern die Bewerbungschancen.
 

Betriebspraktika

Diese werden im Unterricht gezielt vor- und nachbereitet. Aufgrund der praxisnahen und ganzheitlichen Lernsituation des Jugendlichen eignet sich diese Form des Lernens besonders zur Erlangung von Fähigkeiten und Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler kümmern sich in Eigeninitiative um den Praktikumsplatz, was ihre Selbständigkeit stärkt. Die verantwortliche Lehrkraft unterstützt die Schüler bei ihren Bemühungen.


•    Klasse 7 und/ oder 8 – Schnupperpraktikum über 1 bis 2 Tage
•    Klasse 8 – Teilnahme am Zukunftstag
•    Klasse 9 – dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum (eine umfassende Auswertung erfolgt danach im Unterricht)
•    Klasse 10 – selbstgewähltes Praktikum am Schuljahrsende 
 

Praxislernen in Betrieben

Seit 2012 wird an unserer Schule das Praxislernen durchgeführt. Dabei absolvieren die Schülerinnen und Schüler der EBR- Klassen in Klasse 9 und 10 über das gesamte Schuljahr an einem Tag in der Woche einen Praxislerntag in einem selbstgewählten Betrieb.


Das gibt ihnen Gelegenheit, ihren Wunschberuf über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen, aber auch die Chance, ihre Vorstellungen über diesen Beruf zu korrigieren und sich anders zu orientieren. Dabei werden sie von betrieblichen und schulischen Betreuern unterstützt. 
 

Praxislernen in Werkstätten

In der 8. Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in einer überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt zwei Wochen lang verschiedene Handwerksberufe zu erkunden und damit ihr Wissen über die Anforderungen dieser Berufe zu erweitern und mit ihren eigenen Vorstellungen zu vergleichen.

Projektwoche zur Berufsorientierung

Um unseren Schülerinnen und Schülern die Zeit, in der sie selbstständig sich um einen Ausbildungsplatz, die Sozialversicherungen, ein eigenes Konto, Zahlungsmodalitäten und Wohnung bemühen müssen, stärker ins Bewusstsein zu bringen und sie zielgerichtet darauf vorzubereiten, führen wir in Klasse 9 eine Projektwoche zur Berufsorientierung (BO-Woche) durch.


Dieser besondere Unterricht weicht von der alltäglichen Form ab und wird zum größten Teil durch außerschulische Partner aus Wirtschaft und öffentlichem Leben unterstützt.  


So stellen Firmen der Region sich und mögliche Ausbildungsberufe vor, wobei die Schülerinnen und Schüler Kontakte für das SBP knüpfen können. Wenn möglich finden Betriebsbesichtigungen statt und die Schüler erhalten Informationen zu Versicherungs- und Finanzfragen.
 

Projektwoche zur Bewerbung

In Klasse 10 bekommen die Schülerinnen und Schüler während einer Projektwoche die Möglichkeit, eigene fiktive Unternehmen zu gründen. Dabei beschäftigen sie sich intensiv mit ihrer Berufswahl und dem Bewerbungsprozess. Unterstützt von regionalen Firmen entwickeln sie Unternehmensideen, erstellen Finanzierungskonzepte und schreiben Businesspläne. Den Abschluss bildet eine Präsentation, die von einer Jury bewertet wird.
 

 

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